Ist die Art und Weise, wie wir Mode denken, überholt?

Im Grunde ist Mode eine Frage der Interpretation. Sie kann alles sein, was wir am Körper tragen und womit wir uns ausdrücken wollen. Und doch haben wir ein klares Bild davon, wie Kleidung auszusehen hat und wie sie getragen wird. Aber was macht ein Kleidungsstück aus? Wer bestimmt, was ein Top oder eine Hose ist?

 

Die junge Designerin Nicole McLaughlin spielt mit dieser Frage und der gesellschaftlichen Auffassung von Mode. Auf ihrem Instagram-Account präsentiert sie ihre selbst designte Kleidung, die aus upgecycelten Alltagsgegenständen besteht. Unter anderem Oberteile aus Zitronenpressen, Tüten und Croissants. Für McLaughlin muss die optimale Kleidung multi-funktional sein, also nicht wie im klassischen Sinne ein Stück Stoff, das man am Körper trägt, um ihn zu schmücken.

Die eindrucksvollen Bilder ihrer Mode sind auf den einschlägigen Social-Media-Plattformen tausendfach geteilt und aufgerufen. Sie geben einen Trend wieder, der derzeit die Fashion Industrie umkrempelt. Alte Vorstellungen von dem, was Kleidung zu sein hat, werden verworfen und es entstehen neue Wege, Mode umzudenken.

Upcycling beispielsweise verleiht der Idee eines Kleidungsstücks eine neue Bedeutung. Eine Hose aus Bettlaken, ein Top aus dem Seidentuch der Großmutter oder einer alten Jeans. Upcycling schafft es, Mode neu zu interpretieren. 

Dein nächstes Kleidungsstück kann alles sein. Probier es aus!